OVERLAND travel 
 

Reisebericht:

Argentina 2014 con OVERLAND travel

TERMIN:  17. Dezember 2013 bis 23. Februar 2014

 

Teil 11:

 

Datum : 10.02.2014 Ort: Paso San Francisco GPS: S 26' 52,381 W 68' 17,847

 

 

 

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Via Copiapó fahren wir über den Paso San Francisco nach Tinogasta in Argentinien. Mehr als

600 km, viel Piste, Staub, Wellblech und 4753 müM... aber geniales Wetter.

 

 

 

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Die chilenische Seite windet sich in vielen Kurven und Kehren auf einer Erdpiste auf 4700 müM und fällt dann wieder ab auf 4000 müM, wo sich der chilenische Zoll befindet. Sehr freundliche Zollbeamte fertigen uns schnell und einfach ab.

 

 

 

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Vorbei an der unbeschreiblichen Laguna Verde hinauf zum Grenzübergang... umgeben von Vulkanen die bis 6800 m hoch sind. Wie klein wir Menschen doch sind bei diesen Dimensionen.

 

 

 

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Mit dem Überfahren der Grenze hat das Schütteln ein Ende und auf einer perfekten Teerstrasse „surfen“ wir runter zur argentinischen Grenzkontrolle.

 

 

 

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Das Hochtal auf 4000 müM ist unbeschreiblich....

Der Grenzbeamte ist sehr aufgeschlossen und die Einreise ist schnell erledigt. Einzig beim ersten Blick in meinen Landy ist er etwas überrascht, weicht zurück und nennt das Monster eine MACUMBA...wir suchen noch nach der richtigen Übersetzung dazu... aber Voodoo lässt sicher grüssen.

 

 

 

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Nur ungern fahren wir weiter... die Aussicht ist genial...!

Aber die Höhe macht sich nach den vielen Stunden bemerkbar, weil wir nicht angepasst sind... Kopfweh und Müdigkeit sind die Folge davon.

 

 

 

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Das Valle del Chaschuil ...da hausen sicher noch Kobolde und Co.

 

 

 

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In Fiambalá wird das Wetter ziemlich windig und staubig und wir sind froh nach diesem langen und anstrengenden Tag den Camping Los Olivos und unsere Freunde dort zu erreichen. 2 Tage Erholung gönnen wir uns, bevor es in die Sierra de Cordoba geht.

 

 

Teil 10:

 

Datum: 06.02.2014 Ort: Pazifikküste in Chile.... GPS: S 25' 24,420 W 70' 29,272

 

 

 

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Geier beherrschen als die grossen Reinemacher die nördliche Pazifikküste von Chile. Das Meer spült viele tote Meeresbewohner und sogar Seelöwenkadaver an Land... nach genügend langer Verwesung und Besuch der „Scharfrichter“ sind nur noch Knochen und etwas vertrocknetes Fell übrig...

 

 

 

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Seetang wird von vielen Chilenen aus dem Meer geholt, getrocknet und dann weiterverkauft.

1000 kg ergeben 100 Dollar. In Säcken verpackt geht der Seetang nach China zur Verwendung in diversen Produkten.

 

 

 

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Tocopilla, eine kleine Stadt die ausschliesslich von den Bergwerken im Inneren des Landes lebt. Hier ist eine der grössten Kupferminen der Welt und auch noch eine der letzten natürlichen Salpeterminen in Betrieb.

 

 

 

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Strandurlaub...

 

 

 

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In Antofagasta verlässt uns Nora, da sie früher nach Hause muss und wir kommen dafür in den Genuss der wahrscheinlich besten Pizzeria von dort... mhhhhh...

Frauenrechtsbewegungen drücken sich hier stark in Graffitis aus.

 

 

 

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Nach Antofagasta führt nur noch eine extrem rumplige Piste am Meer entlang. Sie wird kaum mehr benutzt und darum ist es einsamer und Meeresbewohner lassen sich viel ungestörter beobachten. Pelikane als Meister des Tieffluges, Krabben als Farbenkünstler im Seitwärtsgang, ein Oktopus als Gruss aus den Tiefen des Meeres...

 

 

 

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Mäse lässt die KTM fliegen...erfolgreicher Start als Endurist. Willkommen in dieser Welt!

 

 

 

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Kontemplatives sinnieren am Strand...

 

 

 

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Suzuki Bereifung auf chilenische Art... Wir sind in Taltal, einem schönen Fischerdorf, das mit viel Charme Touristen anlockt und ein herrliches Fischrestaurant hat.

 

 

 

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Über den Parque Nacional Pan de Azucar erreichen wir Caldera, wo wir unsere letzte Nacht am Meer verbringen. Der nächste Tag führt uns über den Paso San Francisco zurück nach Argentina.

 

 

 

 

 

Teil 9:

 

Datum: 03.02.2014 Ort: Pazifikstrand Chile GPS: S 20'24,042 W 70'9,712

 

 

 

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Nach Sonne, Wind und Wasser fahren wir in die Atacamawüste. Ein circa 1000 km langer extrem trockener Landteil, eingezwängt als Hochebene zwischen der Küstenkordillere und den Anden. Regen gibt es da eigentlich nie.

Wir besuchen Humberstone. Ein riesiges ehemaliges Salpeterbergwerk, das heute ein Museum ist und auch zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

 

 

 

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Ein Zeugnis aus der Zeit der natürlichen Salpetergewinnung und Verarbeitung an Ort und Stelle. Bis zu 3700 Menschen arbeiteten und lebten in diesem kleinen Kosmos.

Der Dieselmotor auf Bild 394 stammt von Sulzer und brachte es auf 320 PS, Baujahr geschätzt in den 30er Jahren.

 

 

 

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Kurz nach Iquique finden wir einen herrlichen Sandstrand um meinen 52. Burzeltag zu feiern...mit Baden in den Wellen des Pazifiks...Wassertemperatur 14-15 Grad....

 

 

 

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Der nächste Tag bringt uns einen Stadtbummel in Iquique - eine quirlige, von Touristen und erstaunlichen Wandmalereien wimmelnde...

 

 

 

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...und von alten Kolonialbauten geprägte (Alt-)Stadt.

 

 

 

 

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Ein Besuch des Fischereihafens mit unzähligen Pelikanen und grossen Seelöwen darf natürlich nicht fehlen...

 

 

 

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Wir verbringen ein paar herrliche Tage am Meer. Leider sind aber auch hier ab und zu die chilenischen Umweltsünden der unzähligen Bergwerke zu spüren...

 

 

Teil 8:

 

Datum: 31.01.2014 Ort: nach Chile und Badeurlaub...

 

 

 

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Nach den stürmischen Tagen in Salta fahren wir beim ersten besseren Wetter Richtung Chile über den Paso Jama. Bis nach San Pedro de Atacama sind es mehr als 600 km Strasse und diese führt mehrmals auf über 4'800 müM.

 

 

 

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Unser Vorwärtsdrang wird nur wenig durch eine „kochende“ Lenkung an Ruedi's Monster gebremst.

 

 

 

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Nach einer Tankstelle mit „Höhenzuschlag“ geht es weiter zur Grenze.

 

 

 

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Bei Regen und Sturm bringen wir die Grenzformalitäten hinter uns und sind dann ganz schnell in Chile. Als Wetterfrösche versuchen Mäse und Ruedi einzuschätzen, was das Wetter uns noch alles bringt an diesem Tag...

 

 

 

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Die Landschaft und Wetterfarbenspiele entschädigen für alle Strapazen...

 

 

 

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Im quirligen San Pedro de Atacama füllen wir unsere Vorräte auf und fahren zu den heissen Quellen von Puritama auf 3'500 müM zum Baden im 35 Grad warmen Wasser.

 

 

 

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Mäse und Martina können den „Bademeister“ doch noch überzeugen, dass wir dort übernachten können. Und ein Morgenbad ist natürlich selbstverständlich, nur die Luft ist saukalt morgens um halb acht...

 

 

 

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Auf dem Weg nach Tatio treffen wir auf Vizcachas.... eine Andentierart, die wie eine Mischung aus Hase und Chinchilla aussieht...

 

 

 

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Vorbei an rauchenden aktiven Vulkanschloten und Überbleibseln vom Minenbergbau...

 

 

 

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Sobald Wasser vorhanden ist, entsteht auch auf über 4'000 müM eine vielfältige Vegetation und erstaunliche Tierwelt.

 

 

 

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Die höchst gelegenen Geysire der Welt laden zum Baden. An vielen Stellen drückt kochendes Wasser mit ca. 85 Grad tief aus der Erde an die Oberfläche. In einem extra gebauten Bassin kann in herrlich warmem, teilweise heissem Wasser das durch den Sandboden drückt, gebadet werden. Die Kulisse ist atemberaubend, da ist das Alpamare nichts dagegen...

 

 

 

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Diese Quellen heissen heute Tatio. Während der Inkazeit muss das ein bedeutendes Zentrum gewesen sein. Davon zeugen die vielen alten Inkastrassen, die wie ein Netz über den umliegenden Bergübergängen liegen. Diese Strassen sind teilweise über 1'000 Jahre alt und immer noch gut zu erkennen. Beton kann das wahrscheinlich nicht...

 

 

 

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In dieser von starken Winden geprägten Bergwelt einen auch nur leicht geschützten Übernachtungsplatz zu finden ist extrem schwierig. Nachts sinkt die Temperatur gegen

0 Grad und wenn dann Wind dazu kommt wird es eisig kalt. Aber die Sonne taut uns am Morgen wieder auf. Weg geschwemmte Pisten gehören auch dazu, was zu enormen Umwegen führen kann.

 

 

 

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Dieses Grenzgebiet zu Bolivien wird intensiv durch Minengesellschaften genutzt. Es ist aber eigentlich ein sehr empfindliches Ökosystem mit vielen Salaren, umrandet von

6'000 m hohen Vulkanen.

 

 

 

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Ein rumpelige Bergpiste und ein teilweise verfallenes Schmalspurbahntrasse führt uns über einen Pass zur „Station“ Yuma. Ein Relikt aus der Zeit, als Kupfererz per Bahn zur Weiterverarbeitung transportiert wurde. Yuma liegt auf 4'400 müM. Der moderne Bergbau verarbeitet das Kupfererz an Ort und Stelle, was zu riesigen Abfallseen führt. Gemäss Minenbetreiber „Erdbeben“ sicher... gigantische Umweltverschmutzung mit unabsehbaren Folgen...

 

 

 

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Die MACK Trucks hier in Chile sind teilweise extrem motorisiert. Der Gelbe rauschte mit mehr als 110 km/h an einer Steigung auf 4'300 müM einfach an uns vorbei...unmöglich das Tempo auch nur teilweise mitzuhalten.

Nach viel Wind, Kälte und traumhaften Pisten fahren wir via Teerstrasse runter in die Atacama in die Pampa del Tamarugal. Der Name kommt von einer nur hier wachsenden Baumart, die eine bis 15 m lange Pfahlwurzel bildet um an das Grundwasser zu kommen. Am Abend geniessen wir das chilenische Nationalgetränk Pisco Sour in Marc's Eigenbau Variante...

 

 

 

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Wir machen einen Tagesausflug und besuchen den Gigante del Atacama, eine 86 m grosse aus dem Wüstenboden gekratzte Gestalt (Geoglyphe) ...und fahren dann weiter über steile Passstrassen die ihre Opfer fordern....

 

 

 

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...durch Farblandschaften...

 

 

 

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...zu den spektakulären Geysiren von Puchuldiza auf 4'200 müM.

 

 

 

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Wir fahren zurück nach Pozo Almonte in der Pampa del Tamarugal und am nächsten Tag geht es weiter Richtung Pazifik...

 

 

 

 

 

 

 

 

 Teil 7:

Datum: 24.01.2014 Ort: Nationalpark Calilegua GPS: S 23' 45,516 W 64' 51,014

 

 

 

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Wir besuchen von Salta aus für 2 Tage den Nationalpark Calilegua. Ein 76'307 h grosser subtropischer Urwald von 350 m – 3'000 müM. Auf einer guten Piste kann ein Teil befahren werden. Sonst ist ein Durchkommen nur mit Machete möglich. Er wurde 1979 errichtet, beinhaltet eine reiche Tier und Planzenwelt und gehört zum UNESCO Weltkultur Erbe.

 

 

 

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An extremen Steilhängen wachsen grosse Bäume und alles mögliche an Grünzeugs...

 

 

 

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Wir übernachten mitten in dieser Welt auf 1'500 müM, werden nur leicht von Mücken gestochen... Dafür besuchen diverse Käfer und andere Fluggeräte bis Grösse XXL unseren nur schwach beleuchteten Nachtplatz und teilweise auch unser Nachtessen...

 

 

 

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Auf dem Rückweg nach Salta machen wir Bekanntschaft mit einer typischen argentinischen Art sich politisch aktiv zu zeigen. In einem kleinen Ort wird mit verbrannten Reifen, Holz und Draht die Durchgangsstrasse für jeglichen Motorfahrzeugverkehr komplett dicht gemacht...

Für die Argentinier völlig normal - man wartet einfach und schaut dem Treiben zu. Wir sind an vorderster Front und müssen ebenfalls bei 40 Grad ausharren. Nach gut 2 Stunden ist der Spuk vorbei und wir können weiter. Kurz vor Salta erwischt uns dann doch noch der Wetterumsturz und es fällt in kürzester Zeit extrem viel Regen und es wird kalt.

Unser Plan in 2-3 Etappen nach Chile zu fahren fällt buchstäblich ins Wasser und so versuchen wir morgen Sonntag die 600 km und die hohen Pässe nach San Pedro de Atacama in einem Tag zu bewältigen...

 

 

 

 

Teil 6:

 

Datum: 21.01.2014 Ort: Salta bei Frank GPS: S 29' 44,149 W 65' 29,227
     
     
     
     
     

Wegen einer defekten Spannrolle verlängert sich unser Aufenthalt in Salta. Unsere fleissigen Helfer zu Hause versuchen uns aus der Patsche zu helfen. Vielen Dank!

 

Aber wie das Leben so spielt, haben wir dadurch hier in Salta einen deutschen Auswanderer kennengelernt - mit einem wundervollen Grundstück auf dem wir nun sind. Wir treffen auch wieder auf "alte Bekannte". Einer der Hunde von Frank muss verarztet werden und den herbei geeilten Tierarzt kennen wir von unserer letzten Reise...

Frank der Besitzer der Anlage hilft uns grossartig bei der Beschaffung des Ersatzteils. Ländyfahrer helfen sich eben gegenseitig!

     

 

Teil 5 :
 

Datum 18.01.2014 Route: Tinogasta-Salta GPS:S 24' 43,979 W 65' 29,007

     

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Wir verlassen Tinogasta in Richtung Norden zur Sierra de Calalaste. Circa 1'000 km, davon über 800 km Piste liegen vor uns und Höhen über 4'000 müM. In 7-8 Tagen wollen wir diese teilweise extrem einsamen wüstenähnlichen Gegenden durchqueren.

 

 

 

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Das Wetter ist etwas wechselhaft und es weht teilweise ein kräftiger Wind. Via Fiambalá fahren wir in die Anden und entscheiden uns für eine Piste die nach ca. 40 km in einem Bachbett endet. Wir erkunden es zu Fuss, aber für den Wiedereinstieg in die Piste würde es einen Helikopter brauchen...

 

 

 

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Am nächsten Tag helfen uns zwei Papageien beim wach werden und zwei Gauchos mit Pferden, Maultieren und Eseln bei der Wegsuche...

     

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Und tatsächlich: Mit dieser Piste haben wir mehr Erfolg. Sie folgt ebenfalls einem Bachbett und unzählige Wasserdurchfahrten machen uns enorm Spass, die nassen Stiefel auf der Enduro werden gern in Kauf genommen...

 

 

 

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Es ist eine wunderschöne Fahrt durch ein fast unberührtes Tal, das bis auf 3'000 müM ansteigt. Die weissen Felsformationen erinnern uns an Wohnburgen im Kleinformat...

 

 

 

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Etwas überrascht erreichen wir ein kleines Dorf - Las Papas - in dem die Zeit stehen geblieben scheint. Ein alte Kultstätte mit einem heiligen Berg beschirmt das Dorf.

 

 

 

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Ein kleiner steiler Pass führt uns in ein schönes Hochtal, wo wir einen herrlichen Nachtplatz finden inklusive Naturpool...etwas kalt, aber mit kristallklarem Wasser.

 

 

 

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Die Piste wurde wahrscheinlich dem Verlauf einer alten Inkastrasse angepasst und windet sich über unzählige Kurven an Bergrücken entlang bis hinauf in eine Hochebene. Dort betrachten wir wieder einmal voll Erstaunen die unbeschreibliche Schönheit der Natur auf dieser Höhe. Die Landschaft wurde gebildet von einem Vulkankrater der sich im Laufe der Jahrmillionen verändert hat.

 

 

 

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Ein Süsswassersee lädt zum Baden ein... 4 Grad...oder vielleicht etwas mehr? Nur Flamingos und andere harte Vögel geniessen das...

Ein sandiger Passübergang bringt uns auf 4'000 m und in eine andere Welt...

 

 

 

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Dominiert wird diese durch den Cerro Blanco mit seinen einzigartigen Sandformationen...

 

 

 

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Ein steiler tiefsandiger Übergang auf 4'400 müM eröffnet uns die Welt des Campo de Piedra Pomez (Bimssteinfeld auf Deutsch)...fahren in einer anderen Dimension...

 

 

 

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Der Abend bringt heftige Sturmwinde und wir organisieren uns eine Übernachtung in El Penon. Ein tüchtiger Argentinier stellt uns seine „Discothek“ für wenige Pesos zur Verfügung und wir können ruhig davor übernachten. Am nächsten Tag geht es wieder ein paar Kilometer zurück und wir queren die Ebene in einer wilden Piste über und durch unzählige „Haifischdünen“...

 

 

 

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Nach einem längeren Kampf mit der Piste und dem tiefen Sand erreichen wir die Caldera des Cerro Blanco...

 

 

 

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Ein weiterer unvergesslicher Tag endet in einem herrlichen Nachtplatz, den wir von der ersten Reise noch kennen...ausser ein paar neuen Tierspuren ist alles unverändert...sogar der Holzvorrat ist noch da und gibt ein wärmendes Feuer.

 

 

 

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...Worte können nicht erklären was wir sehen und erleben...

 

 

 

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Die Piste führt uns über Berge, Salare und von Lamas bewohnte Hochebenen...

 

 

 

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An der Laguna de Caro betrachtet uns ein zotteliger Esel als Störenfriede und zeigt uns seine Ablehnung deutlich... so leise wie möglich durchqueren wir diesen unberührten Ort. Die Nandus sind extrem scheue und schnelle Laufvögel, wir sehen sie nur ganz kurz wie sie wie Roadrunner mit riesigen Schritten davon stieben.

 

 

 

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Wir erreichen unser Nachtlager am Salar del Hombre Muerto in einer verlassenen Goldmine.

 

 

 

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Goldfieber bricht aus...

 

 

 

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Die Nacht bringt eiskalten Regen und Graupelschauer und es fällt Schnee bis fast auf unsere Höhe... der Morgen ist aber klar... nur dauert es etwas bis alles wieder aufgetaut ist...

 

 

 

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Regen und Schneeschauer begleiten uns an diesem Tag und wir fahren via San Antonio de los Cobres weiter nach Salta.

 

 

 

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In San Lorenzo geniessen wir nach 7 Tagen Anden wieder einmal die Vorteile der modernen Zivilisation... wie Duschen etc.

 

 

 

 

 

Teil 4:

 

Datum: 09.01.2014 Ort: Tinogasta GPS: S 28' 01.75  W 67' 35.744
     
     

Wir verlassen Barreal nach erholen, fein essen und Reisebericht schreiben und machen uns auf den Weg nach Rodeo - ein kleines verschlafenes Dorf am Fusse der Anden.

     
     
     
     
     
Wasser, Diesel und Benzin auffüllen und los geht es über herrliche Pisten Richtung Anden....einsame aber wunderschöne Landschaften mit viel Abwechslung, wir brauchen ein gutes Gespür für die Navigation.   
   
     
     

...das Schild erinnert an die Dakar 2012, die ebenfalls diesen Weg genommen hat.

   
     
     
     

Wir übernachten auf dem Weg auf circa 2000 müM, weil wir alle von der langen Fahrt müde und erschöpft sind...die Sandflöhe, die uns im wahrsten Sinne des Wortes überfallen, bemerken wir schon, aber ahnen noch nicht was das heisst....erst am nächsten Morgen erkennen wir die ganze Tragweite und verlassen fluchtartig diesen Platz. Ausser Michi haben alle unzählige juckende und beissende Erinnerungen, die uns noch ein paar Tage heftig plagen...

     
     
     
     
     

Wir sind unterwegs zur Laguna Brava. Nach einem ersten Passübergang auf 3400 m nehmen wir eine Abzweigung um wieder runter auf circa 2600 müM zu kommen. Dort suchen wir einen Nachtplatz um uns an die Höhe anzupassen...

     
     
     
     
     

Der Weg bringt uns am nächsten Tag wieder auf über 4000 müM....und es fehlen mir die Worte um all die Eindrücke und Bilder die sich uns zeigen zu beschreiben....

     
     
     
     
     

Nach vielen Stunden auf dieser grossen Höhe fahren wir eine Piste runter auf 3000 müM um an einem uns bekannten Platz die Nacht zu verbringen....

Trotz der langsamen Höhenanpassung werde ich in dieser Nacht leicht höhenkrank und wir verbringen deshalb einen Tag an gleichen Ort. Erst im Laufe des Nachmittags bin ich wieder etwas besser in Form und Denkverwirrungen wie „Rostfreie Filzschreiber“ sind nun ein Lacher...   
     
     
     

Leider erzählt uns ein Ranger dass der Weg zur Corona del Inca von einem Unwetter völlig verschüttet ist und nicht befahren werden kann...darum starten wir am nächsten Tag zu einem anderen Höhenpunkt, genannt Vulcancito. So bleibt uns auch mehr Zeit um nochmals die wilde Schönheit der Laguna Brava zu bestaunen.....

     
     
     
     
     
     
     

Leider stoppt uns ein kompletter Ausfall der Batterien am Toyo und wir brechen unsere Tour ab und machen uns auf den Weg nach Tinogasta, wo wir hoffen neue Batterien zu bekommen.

     
     
     

Wir erreichen wieder einen uns bekannten Nachtplatz, von wo es dann über 400 km Landstrasse nach Tinogasta geht.

     
     
     

Ganz ohne Strom kann auch ein Toyo nicht angeschleppt werden, aber Mäse hat einige Ideen und so bringen wird das Teil immer wieder flott...

...auch kleine Hunde bekommen in Argentinien richtig grosse Fleischstücke und lassen sich vom Verkehr auf der Hauptstrasse nicht beeindrucken.

     
     
     

Ruta 40....die längste Strasse der Welt....

     
   
     

Wir erreichen spät am Abend Tinogasta und den wunderschönen Campingplatz Los Olivos.

     
     
     

Als alte Freunde feiern wir am nächsten Abend ein typisches argentinisches Barbecue, genannt Asado, mit 7.4 kg Fleisch für 14 Personen..

     
                                                                                          

 

Teil 3:

 

Datum 30.12.2013 Ort: Barreal GPS : S 31' 39,828 W 69' 28,113

 

     
     
 

Wir verbringen zwei Tage im Club de Pescadores und geniessen die Weihnachtstage und die damit verbundene Ruhe auf dem Platz, da fast alle Argentinier zu Hause feiern.

 
     
     
Von hier aus starten wir am 27.12.2013 zuerst über die staubigen Pisten der Pampa zu unserem ersten Höhenziel der Laguna Diamante. Den Namen verdankt sie dem Vulcán Maipó, dessen Spiegelung in der Lagune einen Diamanten bildet. Die Lagune liegt auf 3200 müM und ist über eine Piste, die über zwei kleine Pässe von 3700 müM führt, gut zu erreichen. Da es sich um einen geschützten Nationalpark handelt, ist der Zugang streng geregelt.  
     
     
     
     
     

Puma und Gürteltier soll es hier noch einige geben. Wir treffen vor allem auf Guanakos und viele verschiedene Vögel. Darunter auch grosse Greifvögel, die aber zu schnell für unsere Kameras sind.

  
     
     
     

Tatsächlich liegt am Fuss des noch aktiven Vulcán Maipó... eine wunderschöne tief blaue Lagune. Ein Ranger erklärt uns die speziellen Gegebenheiten dieser einzigartigen Landschaft. Ein besondere Andenktafel erinnert an den Absturz eines Postfliegers in den 30er Jahren. Der Pilot hatte den Absturz überlebt und in einer irrsinnigen Leistung nach 5 Tagen und 4 Nächten wieder bewohntes Gebiet erreicht.

   
     
     
     
     
     
     
     

Wir bleiben gut 2 Stunden an diesem luftigen Ort und bestaunen die wunderschöne und eindrückliche Landschaft.

Später campieren wir am Eingang des Parks auf 2500 müM in einer dafür vorgesehenen Zone und erhalten am Morgen noch Besuch eines sehr zahmen Fuchses. Die Ranger sind extrem freundlich und helfen uns wo sie können.

   
     
     
     

Es geht wieder runter in die Pampa wo wir auf dem Weg auf Gauchos treffen die in einer spannenden Aktion Rinder verladen....und manchmal stehen einfach ganze Pferdeherden im Weg...

   
     
     
     

Der Abschluss dieses Tages bringt noch eine abenteuerliche Fahrt über eine alte Eisenbahnbrücke mit sich. Die Brücke wurde von den Engländern wahrscheinlich in den 30er Jahren gebaut und steht deswegen noch...

Wir übernachten an einem alten Bahnhof der leider schon länger etwas ausser Betrieb ist...

   
     
     
     
     
     

Am 29.12. geht es zuerst über 50 km Teerstrasse nach Uspallata und dann über eine alte Piste auf Umwegen nach Barreal. Mehr Wadi und Flussbett als Piste geht es hinauf auf 2600 müM zu einer verlassenen Mine.

   
     
     
     
     
     

Hier wurde vor vielen Jahrzehnten von Hand nach Halbedelsteinen gegraben. Mäse findet in einem tiefen Schacht einen Bergbaupickel, nach der Bauart zu schliessen und der darauf zu erkennenden Gravur mehr als 100 Jahre alt.

   
     
     
     

Weiter geht's auf der teilweise zerfallenen und von vielen Furchen durchzogenen Piste durch eine grosse Hochebene....heiss und staubig...die durchschnittliche Kilometerleistung sinkt umgekehrt proportional zum persönlichen Wasserverbrauch. Schlammige Wasserlöcher zeugen noch von starken Regenfällen in den letzten Tagen.

   
     
     
     

Am Ende der Piste macht die Tafel „Camino clausurado“ = Weg geschlossen irgendwie Sinn, aber wir hatten Spass...

45 km ganz neue Teerstrasse im etwas übertriebener Bauart bringen uns nach Barreal, ganz ohne Verkehr. Das Thermometer steht auf über 40 Grad und ein heisser und heftiger Gegenwind kocht mich zum Schluss noch weich... Wienerschnitzel auf KTM, zuerst weichgeklopft und dann noch gebraten....

   
     
     
     

Aber um so besser schmeckt das kalte Bier auf dem Camping...

Wir verbringen hier einen Ruhetag und starten am 31.12. Richtung Rodeo und dann in die Anden....

   
     

 


 

 Teil 2:

Datum: 26.12.13 Ort: El Nihuil GPS: S 35' 1,984 W 68' 42,013 Route: Valle Grande - El Nihuil
 
         
Wir fahren durch das Valle Grande zum Stausee und weiter auf einer alten Piste durch einen "noch" flachen Gebirgszug Richtung El Nihuil. Eine einsame Steppenlandschaft mit vielen Kakteen. 
         
...die Piste verliert sich langsam und wir müssen unseren Weg immer mehr suchen...die Piste auf unseren Karten gibt es plötzlich nicht mehr und wir entscheiden uns, einer mehr oder weniger guten Fahrspur zu folgen...mit Konsequenzen, die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz kennen.    
         
Der Weg entpuppt sich als Quad- und Endurotrail und trotz einigen Bedenken wagen wir den Abstieg in ein Tal, im Wissen dass ein Umkehren schwierig sein wird... 
         
Das Gelände fordert uns alle und Marc muss einmal an die Winde damit er nicht ins Tal fällt...eine heikle Bergeaktion, aber mit gutem Ausgang...der Pfad wird immer enger und steiler, eigentlich nicht mehr so geeignet für unsere vollgepackten Reisemobile...und auch Martina auf der Enduro hat Arbeit.     
         
...steile Ab- und Auffahrten wechseln sich mit kniffligen Übergängen ab.    
         
 ...ohne Worte     
         
...Fahrwerkstest....Schräglagenfahrt...    
         
Overlandfahrwerk im Verschränkungsextrem...und auf den Millimeter genaues Einweisen...    
         
...erstaunlich wo ein 110er durchpasst.     
  Nur ganz kleiner Farbschaden...      
  Ruedi lässt Marc's Defender fliegen...      
...ohne Mittagspause zu machen haben wir ca. 4 km an diesem Nachmittag geschafft und müssen im Flussbett übernachten...eine sehr unruhige Nacht mit Gewitter und Regen...viel wird nicht geschlafen...aber der Morgen entschädigt für die Strapazen....wir staunen nur noch...    
         
Das ganze Wadi ist eine Ansammlung von bizarren Fels- und Steinformationen.    
         
Auch am zweiten Tag geht es im gleichen Stil weiter. Wir wissen aber dass ein Durchkommen möglich sein sollte, da Mäse am Vorabend einen Fussmarsch von fast 10 km hingelegt hat um den Weg zu erkunden....Steilauffahrt glaich nach dem Frühstück...von 0 auf 100 in 3,2 sec....    
         
Und es geht doch immer weiter, inklusive Stützmauer von 2,5 m Höhe bauen...    
         
Eine letzte schwierige Passage und wir haben es geschafft!!!...verdiente Mittagsrast, nach 10 km Strecke und 6 Std. Fahrzeit...    
         
Wir sind drinnen und wollen raus!!!! ...da hilft nur die Flex und eine kleine Entschuldigung...
   
  ...hier hat niemand damit gerechnet, dass Reisende hier durchkommen.      
1,5 Tage später als ursprünglich gedacht erreichen wir die Dünen von El Nihuil und verbringen dort den Weihnachtsabend...    
         
  Weihnachtsessen und Sanddünenbaum mit Kerzen...      
         
Zwei in der ganzen Erfahrung und im Erleben unbeschreibliche Tage liegen hinter uns und wir beschliessen, uns im Club Pescadores in El Nihuil zu erholen und das Ganze zu verarbeiten...    
         

 


Teil 1:

Datum: 16.12.2013  Ort: Buenos Aires   GPS: S 34'35.643 W 58'22,635

 

Datum: 22.12.2013  Ort: Valle Grande    GPS: S 34'38,470 W 68'27,161

     
     
     

Wir sind in Buenos Aires bei 35 Grad, kühlem Quilmes, Bife de Lomo...

 

Nach ein paar schönen und heissen Tagen in BA verlassen wir die quirlige Stadt. Bei 40 Grad und viel Verkehr à la Argentina fahren wir die 550 km bis nach General Levalle wo ein schöner Camping mit See auf uns wartet...und viele Teenager die dort bis am Morgen um fünf Party feiern.

     
     
     
     
     

Auch am nächsten Tag fahren wir über 500 km durch die Pampa in Richtung San Rafael. Die längste gerade Strecke ohne eine einzige auch nur winzige Kurve ist 108 km lang!! Der Kampf gegen eintöniges Fahren und entsprechende Müdigkeit wird nur selten durch einen LKW unterbrochen. Südlich von San Rafael liegt das Valle Grande an dessen Eingang wir auf einem schönen Camping am Fluss einen Ruhetag einlegen um uns auf das Nomadenleben einzustimmen. Am Montag 23.12.2013 starten wir durch das Tal und über die ersten Pisten zu den Sanddünen von El Nihuil. Ein grosses Dünengebiet das auch dieses Jahr wieder Ziel der Dakar ist.

Weiter geht es dann Richtung Anden...Fortsetzung folgt.